Bundestag 2021

Meine Bewerbung für das grüne Direktmandat in Lichtenberg und die Berliner Bundestagswahlliste

Seit mehreren Jahren mache ich neben meinem Vollzeitjob in einem Software-Unternehmen und meiner kleinen Familie grüne Politik. Vor allem abends und am Wochenende. Jetzt ist es an der Zeit, die Prioritäten so zu setzen, wie sie in meinem Kopf schon lange sind: Ich will Vollzeit Politik machen – mit Euch und für Euch!

Digitalisierung – Teilhabe für alle

Innerhalb von wenigen Tagen hat sich unser komplettes Parteileben im März ins Netz verlagert und findet seitdem fast ausschließlich digital statt. Dass wir das geschafft haben ist großartig.

Es hilft aber nur denen, die dort leben, wo schnelles Internet verfügbar ist und nur denen, die sich einen Breitbandanschluss leisten können. Egal ob im Home Office, fürs Home Schooling, um nach Feierabend an grünen Videokonferenzen teilzunehmen oder auch einfach mal die neueste Serie zu streamen: Ein schneller Internetzugang ist eine essenzielle Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe. Es kann nicht sein, dass in unserem reichen Land Schüler*innen vor einem Café stehend ihre Hausaufgaben runterladen müssen. Wir brauchen endlich ein Recht auf schnellen Netzzugang!

Ich bin der festen Überzeugung, dass die Digitalisierung zum Wohle aller Menschen genutzt werden kann. Dass Technologie viele Jobs überflüssig macht ist nur dann ein Nachteil, wenn wir weiterhin gesellschaftliche Teilhabe und eine würdige Existenz an die Lohnarbeit eines Menschen koppeln. Die Digitalisierung macht ein Umdenken erforderlich. Wir brauchen ein Sozialsystem, in dem alle sicher leben und sich frei entfalten können, unabhängig davon, ob und wofür sie Lohn oder Gehalt beziehen.

Als Sprecher*in der LAG Digitales und Netzpolitik setze ich mich schon lange dafür ein, dass auch in der digitalen Sphäre Geschlechtergerechtigkeit hergestellt wird. Künstliche Intelligenz und algorithmische Entscheidungssysteme haben das Potential, unsere Gesellschaft fairer und gerechter zu machen. Derzeit reproduzieren diese Systeme aber noch allzu oft Sexismen, Rassismen und andere Diskriminierungen, weil bei der Entwicklung niemand darauf achtet. Dem können wir entgegenwirken, wenn wir diverse Teams auf allen Ebenen fördern und strenge Qualitätsrichtlinien für KI-Systeme verankern.

Feminismus – Echte Selbstbestimmung

Der Kampf gegen den frauenfeindlichen Paragraphen §218 StGB ist über 100 Jahre alt. Ich will ihn im Bundestag endlich zu Ende bringen. Während sich in der DDR Frauen frei für oder gegen eine Schwangerschaft entscheiden konnten, Abbrüche legal und von der Sozialkasse gedeckt waren, werden ungewollt Schwangere und ihre Ärzt*innen im vereinigten Deutschland schon bei der Entscheidungsfindung (§219a) sowie bei der Durchführung eines Abbruchs kriminalisiert. Deshalb will ich erreichen, dass Schwangerschaftsabbrüche vollständig legalisiert und zu einer Kassenleistung werden. Damit alle Frauen wirklich selbstbestimmt über ihr Sexualität und ihren Körper entscheiden können.

Ob es um den Anteil von Frauen in Vorständen oder in den Parlamenten geht, um gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit, die Anerkennung von Care-Arbeit oder die Versorgung im Gesundheitssystem: Wir sind noch weit weg von echter Gleichberechtigung für alle Menschen. Geschlecht ist dabei nur ein Kriterium. Mein Feminismus ist intersektional. Ich will mich dafür einsetzen, dass alle die hier leben die gleichen Chancen haben, egal woher sie kommen, wie sie heißen, woran sie glauben oder wen sie lieben.

Lichtenberg wird grün

Von Wartenberg bis Karlshorst – menschlich wie politisch ist Lichtenberg einer der vielfältigsten Bezirke Berlins. Unsere grüne Idee von gelebter Vielfalt schließt alle mit ein, die friedlich und tolerant zusammenleben wollen. Faschistischem, extremistischem und rassistischem Gedankengut stelle ich mich entschieden entgegen. Wer meines oder eines der vielen anderen Kinder in Lichtenberg verunglimpft, weil sie eine dunklere Haut haben, bekommt es mit mir zu tun, ganz wortwörtlich.

Wir haben eine starke grüne Basis in Lichtenberg. Als Direktkandidatin wird es mein Ziel sein, nicht nur den Süden Lichtenbergs von unserer Vision einer klimafreundlichen, feministischen und sozial gerechten Stadt für alle zu überzeugen.

Bei der Listenaufstellung für die Bundestagswahl 2017 habt ihr mich auf Platz 5 gewählt. Auch dieses Mal will ich auf einem der vorderen Plätze kandidieren und gemeinsam mit Euch dafür sorgen, dass wir als Berliner Grüne mit einem noch stärkerem, noch größeren Team im Bundestag vertreten sind.

Ich freue mich über Eure Fragen und Euren Input zu meiner Kandidatur – bei einem Kaffee per Videokonferenz, mit einem Eis im Park und natürlich bei der Lichtenberger MV und der Berliner LDK!

Für Euer Vertrauen danke ich Euch schon jetzt!
Eure Laura

Über Mich

Ich bin 1983 in Dachau geboren und lebe seit 10 Jahren in Berlin, seit 4 Jahren mit meinem Kind, seit 2 Jahren als Patchworkfamilie.
Technik hat mich schon immer begeistert und seitdem ich mich im Kindergarten dafür rechtfertigen musste, bin ich Feministin. Ich habe in Physik Abitur gemacht, Wirtschaftsinformatik studiert und in verschiedenen Digitalunternehmen gearbeitet. Viel zu oft war ich die einzige Frau. Deshalb habe ich beschlossen, meine Doktorarbeit in Gender Studies zu schreiben, zu Frauen in Führungspositionen in männerdominierten Branchen.
2004 bin ich den Grünen beigetreten, ich fand es war Zeit Farbe zu bekennen. Wirklich parteipolitisch aktiv bin ich allerdings erst bei den Piraten geworden, mal wieder aus Begeisterung für das Digitale und die Frage wie ein Update für Politik in einer digitalisierten Welt aussehen müsste. Und weil ich dachte, dass ich dort vielleicht ein bisschen feministische Nachhilfe leisten könnte. (Ich bin wohl eine unverbesserliche Optimistin.)
Es war eine kurzer politischer Seitensprung, denn ich habe schnell erkannt, wieviel Strukturen wie unser grünes Frauenstatut wert sind. Seit 2014 arbeite ich an grüner Netzpolitik seit 2018 als Sprecherin der LAG Digitales und Netzpolitik.
Feministisch engagiere ich mich für die Abschaffung von §218 und §219, gegen Hate Speech, für diskriminierungsfreie Künstliche Intelligenz und natürlich für mehr Frauen in der Tech-Branche.

Tagsüber arbeite ich selbst als Managerin in einem Tech-Start-Up und leite dort ein internationales und diverses Team. Wenn ich nicht für meinen Job oder an grünen Themen arbeite flitze ich mit Mini auf dem Rad durch Berlin zur nächsten Eisdiele oder baue mit ihm Lego-Roboter. Manchmal schaffe ich es vor dem Einschlafen sogar noch ein bisschen zu lesen, am liebsten natürlich Romane von Autorinnen.

My body, my internet
“My body, my choice! My body, my choice!” “Ja, stimmt ja! Aber kannst Du Dir jetzt trotzdem eine Unterhose anziehen vor wir auf den Spielplatz gehen?”
Am Samstag war ich mit vielen anderen Menschen auf der Demonstration des Bündnisses für sexuelle Selbstbestimmung und...
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Zuviel des Grünen
Grün, grüner, Krötenzaun Beim Anblick von Krötenzäunen kam bei mir letzte Woche einiges an Kindheitserinnerungen hoch. Im Nieselregen Frösche und Kröten in Eimer zu sammeln und auf der anderen Seite der Bundesstrasse wieder auszusetzen gehört in eine ähnliche Kategorie wie Pfannkuchen aus...
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Zombies, Nazis, Trolle
“Kannst Du einen Menschen malen? Vielleicht die Mama?” fragte die Arzthelferin Mini bei der jährlichen Vorsorgeuntersuchung.Seh- und Hörtest liefen schon prima, aber Malen ist echt nicht Minis Stärke. Auf dem Papier landete ein semi-rundes Gekrakel. “Das ist ein Zombie!”Bisher hatte ich versucht...
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Montagsfreuden
Ich hatte zwei Wochen Urlaub und die erste Woche war tatsächlich relativ ruhig. Mini hat mit seinem Geburtstag (ist er wirklich schon so groß??!) die Ferien eingeleitet und die Tage danach habe ich damit verbracht ihm zu erklären, dass Geburtstag wirklich nur...
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Bundestag 2021
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All Montags Are Beautiful
Mein Deutschlehrer lebt leider nicht mehr, aber vielleicht ist das auch besser so, denn bei soviel mangelnder Lesekompetenz und Textinterpretationen, die an Wahnvorstellungen denken lassen, würde er aus dem Haare raufen gar nicht mehr rauskommen.Und dann war er auch noch Sozialkundelehrer. Die...
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Jedes Jahr ein Anruf
Jedes Jahr kommt dieser Anruf. Ein Anruf von einer Freundin, mit der ich sonst eigentlich nicht so viel telefoniere, weil wir uns eher Nachrichten schreiben. Ein Anruf, zu einer Zeit, zu der mensch nicht unbedingt einfach mal zum Plaudern anruft. Ich sitze...
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Montagsmüdigkeit
Ich bin müde, so müde.Nicht (nur) von den 6 Videokonferenzen heute oder den letzten 50 Tagen Home-Office und Home-Kita parallel, nein ich bin einfach müde, weil ich letzte Nacht zu wenig Schlaf bekommen habe. Und als ich heute Mittag Mate zum Lunch...
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Ostermontagspost
“Aber Mama, wenn ich die Augen zu mache, dann seh ich gar nix mehr!” musste ich mir gerade anhören. Leider ist das Virus, oder in seinen Worten “die Mini-Monster” immer noch da, auch wenn ich die Augen zu machen. Letzte Nacht habe...
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