Goodbye Monday.

Letzte Woche habe ich drei volle Tage mit meinem Team geworkshopt um die Strategie für die nächsten Monate auszuarbeiten und individuelle Entwicklungspläne zu erstellen. Zwischendrin habe ich einen Antrag für den grünen Bundesparteitag geschrieben, mit den Forderungen aus unserem Aufruf für ein #netzohnegewalt, den ich natürlich auch weiter verbreitet habe und ich habe mich mit meinen digitalpolitischen Co-Specher:innen bezüglich der nächsten Veranstaltungen zu KI abgesprochen. Alles während Mini seinen zweiten Fall von Maul-und-Klauen-Seuche Hand-Fuß-Mund-Krankheit auskuriert hat und deswegen nicht in die Kita konnte, was also nicht nur eine Speiseplanumstellung (Griesbrei, Griesbrei, Griesbrei) erforderte sondern aben auch eine logistische Umplanung, da statt Kita mal eben für eine Woche Ganztagesbetreuung improvisiert werden musste. Und ich musste einen Termin bei der Kinderärztin ergattern, in Berlin ähnlich schwierig zu kriegen wie eine bezahlbare Wohnung. Zudem ich zu spät kam, weil ich vorher noch einen Termin mit jemenschen aus dem Bundestag hatte.
(In Berlin fast leichter zu kriegen, als Arzttermine…)
Und dann hab ich mich am Samstag gewundert, warum ich es nicht geschafft habe, rechtzeitig die Geburtstagsgeschenke für den Herzensmensch zu besorgen…

Alles in allem halt der ganz normale Wahnsinn. Ich kenn das. Ihr kennt das.
Der Wahnsinn wird nicht weniger wahnsinnig, nur weil er sich Alltag nennt. Aber er wird eben auch nicht unbedingt spannender.

Weshalb dies möglicherweise mein letzter Montagspost ist.
Weil ich nicht das Gefühl habe, dass es (außer ein paar lustigen Mini-Anekdoten) wirklich etwas Neues zu erzählen gibt.

Es ist nicht leicht, einer anspruchsvollen Führungsposition und dem eigenen Anspruch an ein Familienleben gleichzeitig und gleichermaßen gerecht zu werden und wenn mensch zu idealistisch besessen ist wie ich und unbedingt noch Politik machen wird, wird es eben nicht nur nicht leicht sondern eher verdammt schwer.
Manchmal macht es riesigen Spaß, Superwoman zu spielen und mit Kind auf dem Rücksitz fahrradfahrend zwischen Kita und Parteitermin eine Telko mit den Kolleg:innen hinzukriegen, manchmal ist es einfach nur anstrengend. So in etwa stelle ich mir Marathonlaufen vor.
Hoffentlich fühle ich mich, wenn es irgendwann alles vorbei ist, dann auch so unfassbar gut, wie das Läufer:innen beschreiben!

Fürs erste aber stelle ich diese Berichte aus dem alltäglichen Wahnsinn zwischen Kita, Büro und Partei ein.
Vielleicht schaffe ich es dafür, ein bisschen mehr über andere Themen zu schreiben. Wir werden sehen!

Zu Guter Letzt: Danke fürs Lesen!
Ich habe diese Posts als Schreibübungen gestartet und war und bin immer noch erstaunt, wieviele von Euch dadurch mein Leben verfolgen. Ich habe mich über jede einzelne Rückmeldung, in den Kommentaren, als Like, bei einem Kaffee, immer sehr, sehr gefreut und ich freu mich auch in Zukunft darauf, von Euch allen zu hören und zu lesen.
<3

2 Gedanken zu „Goodbye Monday.“

  1. Liebe Laura, ich verstehe Deine Entscheidung sehr gut, die Montags-Posts erstmal einzustellen. Das klingt ja wirklich wie ein Marathonlauf und ich wünsche Dir, dass Du zwischendrin gut zum Durchatmen kommst. Ich habe sie immer sehr gerne gelesen und so inspirierend gefunden, Deine montäglichen Berichte. Und ich war oft einfach dankbar, wenn Du so ehrlich geschrieben hast von dem ‚ganz normalen Wahnsinn‘ zwischen Karriere, Kleinkind und Politik. In diesem Sinne wünsche ich Dir weiterhin alles Gute für das riesige Jonglage-Projekt Leben und freue mich, wenn ich über den einen oder anderen Kanal wieder von Dir höre oder lese. Herzlich, Bea

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.